DAV-Bad Kissingen

Gletscherkurs

Gletscherkurs

Eiskurs für Gletscherneulinge im Großglocknergebiet

Eiskurs für Gletscherneulinge im Großglocknergebiet

Schon früh um 3 Uhr starteten 6 Kursteilnehmer mit ihren Tourenleitern Lukas Keller und Andi Grau, alles Mitglieder der Sektion Bad Kissingen des Deutschen Alpenvereins bei herrlichem Wetter und milden Temperaturen über die Großglockner-Hochalpenstrasse zur Franz-Josef-Höhe, hoch über der Pasterze.

Schon um halb elf begann der Aufstieg zur Oberwalder Hütte, der Unterkunft für die folgenden Tage. Kurz vor dem Gletscher gab es bereits die  erste Einweisung in die Handhabung von Karte und Höhenmesser. Dann wurde  angeseilt und die Teilnehmer durften in zwei Seilschaften gleich die Führerrolle übernehmen. Der Schlussanstieg durch die ausgeaperte Steilflanke des Gletschers forderte volle Konzentration. Um 13:30 Uhr  wurde die Oberwalder Hütte auf 2973m erreicht. Nach kurzer Rast ging es trotz starken Windes auf eine kleinen Akklimatisationstour zum Eiswandbichl 3200m. Am Abend fand dann die Vorbesprechung für den nächsten Tag statt. Geplant wurde eine Tour zum Großen Bärenkopf (3250 m).

Die Planung wurde jedoch am 2. Tag vom Wetter mit starken Windböen um die 50 km/h durchkreuzt. Statt der Tour wurden  die Ausbildungsinhalte wie Spaltenbergung, Gehen mit Steigeisen in steilem Gelände, Klettern im Steileis mit 2 Eispickeln vermittelt und zu guter Letzt wurden noch Rutsch- und Fallversuche in einer Schneeflanke mit allen Variationen geübt. Der Spaß kam dabei auch nicht zu kurz.

Am 3.Tag meinte es der Wettergott gut mit den Bergsteigern, der Wind legte sich etwas, sodass die geplante Tour zum großen Bärenkopf doch stattfinden konnte. Auch dabei wurden die Kursteilnehmer morgens gleich gefordert und durften ihren zuvor geplanten Weg zur Keilscharte suchen und anschließend zum ausgesetzten Gipfel des gr. Bärenkopfes 3396m klettern, der sich mit einer großen Windfahne zeigte. Nach knapp 4 Stunden erreichten alle den Gipfel und gratulierten sich zu der tollen Leistung.

Der 4. Und auch schon der letzte Tag begann mit dem Zustieg zu einer großen Spalte auf dem Oberen Pasterzenboden die einen imposanten Einblick in das Innere des Gletschers bot. Ein kleiner Gipfel sollte es dann doch noch sein und das Ziel war der mittlere Burgstall. Von dem hat man einen Ausblick auf die komplette Nordseite der Glocknergruppe und die Pasterze, den längsten Gletscher Österreichs. Ein kurzer  Gegenanstieg führte zurück zur Hütte. Die Rucksäcke wurden geholt und die Tourenleiter besprachen noch kurz den Kurs und die Inhalte mit den Teilnehmern, bevor es auf die Heimreise ging. Alle zeigten hochzufrieden mit dem Erlernten.