DAV-Bad Kissingen

Kräuterspaziergang in Sulzthal

Kräuterspaziergang in Sulzthal

Kräuterspaziergang am 23. Juni 2018

Eine gute Zeit um alle möglichen Heil-und Wiesenkräuter zu finden, sei der Johannistag rund um den 24. Juni eines jeden Jahres, so erläuterte Kräuterfrau Martina Keller den DAV- Teilnehmern, die sich zum Kräuterspaziergang rund um Sulzthal eingefunden hatten. Und es gab einiges zu entdecken, von Wiesenbärenklau, Nelkenwurz, Rotklee, über die bekannteren Kräuter wie Brennessel und Löwenzahn bis hin zu Spitzwegerich, Acker-Schachtelhalm, Beinwell und Brunnenkresse. Die 14 Interessierten waren sich zwar sofort einig, dass es schwer ist die vielen Pflanzen und Kräuter auseinander zu halten, doch vielleicht wird der ein oder andere demnächst mit weitaus offeneren Augen über Wiesen und Felder gehen. So ist die Schafgarbe, die fast jeder kennt nicht einfach Unkraut sondern als Salbe gut für die Wundheilung. Dass diese Pflanze ihren Namen zurecht trägt, weil die Schafe das Kraut bewusst fressen und suchen, wenn sie Verdauungsprobleme haben, war den meisten neu. Diese Wirkung nützt natürlich auch der Mensch aus, genauso wie pflanzliches „Aspirin“ im Kraut Mädesüß steckt, das bei Kopfweh und allerlei Wehwehchen hilft. Viele Infos und Anschauliches für die Teilnehmer, die teilweise Fotos machten und natürlich auch mutig manches Kraut probierten. Da war die kleine Stärkung zum Abschluss an den idyllisch gelegenen Fischteichen mit Broten - die mit selbstgemachter Ringelblumen-und Bärlauchbutter bestrichen wurden - gerade recht. Zum Dessert gab es noch ein „Versücherle“ von der Kräuterfrau in Form einer Holundercreme, die sich mit dem nötigen Wissen ganz leicht selbst machen lässt. Es war trotz bedeckter Witterung und ein paar Regentropfen ein lehrreicher und schöner Nachmittag.

Birgit Rechtenbacher